Käfigtauschen in der Vergesellschaftung

Das Käfigtauschen funktioniert ähnlich wie das Streutauschen, nur dass hier die Mäuse täglich in den Käfig der jeweils anderen Gruppe umsiedeln.
Die Tiere sollen sich so an den Geruch der jeweils anderen gewöhnen. Aggressionspotentiale sollten abgebaut werden.
Diese Methode wird selten für sich allein verwendet. Sie können sie kann aber sehr gut zur Vorbereitung anderer Vergesellschaftungstechniken wie neutralem Boden oder Etappenmethode nutzen. Nehmen Sie dann Streu aus beiden Käfigen mit in den nächsten Schritt, um die Chancen einer erfolgreichen Vergesellschaftung zu erhöhen.
Es kann außerdem sinnvoll sein, die Käfige nebeneinander zu stellen, solange die Tiere nicht schon durch das Gitter aggressiv aufeinander reagieren. Beachten Sie aber: Der indirekte Kontakt kann auch Aggressionen auslösen. Setzen Sie diese Maßnahme daher mit Bedacht ein.
In den nächsten Schritt können die Tiere gehen, wenn sie auf den Geruch des anderen nicht mehr mit Aufregung oder gar Aggression reagieren.
Diese Methode ist für die Tiere mit wenig Stress behaftet, fruchtet für sich genommen aber nur bei sehr wenigen Tieren und Arten. Ihre Wirkung entfaltet sie erst in der Kombination mit anderen Methoden.