Käfig in Käfig bei der Vergesellschaftung

Bei “Käfig in Käfig” setzen Sie das Gitteroberteil eines Hamsterknastes so in ein größeres, frisch gereinigtes Gehege, dass darunter keine Maus rein- oder rausschlüpfen kann. Das neue Tier kommt für 2 bis 3 Wochen in das Käfigoberteil, welches mit Futter, Wasser und einer Deckung ausgestattet ist. So können sich die Mäuse in Ruhe aneinander gewöhnen und einander beschnuppern.
Diese Methode eignet sich besonders für sehr große Gehege – insbesondere dann, wenn Sie die vorhandene Gruppe nicht länger aus dem Gehege nehmen wollen oder können – und die zu vergesellschaftende Mausart nicht besonders aggressiv auf Neulinge reagiert.
Begegnen sich die Nager am Gitter friedlich und sind sie auch in der sonstigen Gegenwart des jeweils anderen entspannt, können Sie einen Versuch wagen und das Käfigoberteil herausnehmen. Aggressionen, die über intensives Beschnüffeln und interessiertes Nachlaufen hinaus gehen, sollten Sie unterbinden. Im Idealfall treten aber gar keine Aggressionen auf.
Führt diese Methode allein nicht zum Erfolg, kann daran auch die Etappenmethode angeschlossen werden, um die Gruppe zu stabilisieren.

Käfig ind Käfig bei Aggressionen

Nicht immer laufen Vergesellschaftungen glatt. Unterschwellige Konflikte können sich später in Unruhe und Mobbing in der Gruppe offenbaren. Dann kann Käfig in Käfig helfen, den Aggressionszyklus zu unterbrechen. Wird ein Aggressor nämlich nicht gestört, lässt sich häufig beobachten, dass er oder sie immer dominanter und aggressiver wird. Dafür wandert er oder sie für mindestens eine Woche unter das Hamsterknastoberteil. So hat der Rest der Gruppe Zeit, sich zu festigen und der Aggressor verliert den Gruppenanschluss nicht komplett.
Möchten Sie die aggressive Maus also nicht ganz auf der Gruppe nehmen oder für 24h separieren, können Sie auch die Käfig-in-Käfig-Methode versuchen. Sie bringt im Schnitt bei einem Drittel aller Fälle den gewünschten Erfolg, nämlich Ruhe in der Gruppe.