Trenngitter für die Vergesellschaftung von Mäusen

Das Trenngitter fußt als Methode darauf, dass sich die Mäuse sehen und riechen können, ohne dass sie die Möglichkeit haben, einander anzugreifen und zu verletzen.

Verwenden können Sie einen Käfig, ein Aquarium oder Terrarium, welcher/-s in der Mitte durch ein Gitter geteilt ist. Der Vergesellschaftungbehälter sollte nicht zu groß sein, da die Mäuse sich sonst zu sehr vom Trenngitter zurückziehen können (je nach Größe der zu vergesellschaftenden Art Seitenlänge = 50 bis 80cm). Um Verletzung durch Aggressionen zu vermeiden, sollte das Gitter immer ein Doppelgitter mit einem Innenabstand von mindestens 1 cm sein.

Der Behälter wird nur karg mit Streu, Futter, Wasser und etwas Heu eingerichtet. Stellen Sie die Futterschüsseln dabei direkt ans Gitter einander gegenüber.

Die Mäuse werden etwa alle zwölf bis 24 Stunden in die Hälfte des jeweils anderen umgesetzt, damit sie sich schneller an den fremden Geruch gewöhnen und diesen auch selbst annehmen. Aggressionen am Trenngitter sind nicht ideal, können anfangs aber vorkommen. Sie sollten sich aber innerhalb der ersten 24 bis 72 Stunden legen. Sind die Tiere nach dem Umsetzen in die Hälfte des anderen entspannt und schlafen auch im vorhandenen Nest, kann der nächste Schritt folgen.

Dafür nehmen Sie probeweise das Gitter heraus und beobachten das Verhalten der Mäuse. Im Idealfall sollten sich die Tiere nun beschnuppern und eventuell hintereinander her laufen. Auch wenn sie einander anfangs ignorieren, sieht die Prognose gut aus. Dominanzgesten wie Aufreiten oder ähnliches sollten Sie gut beobachten. Schaukeln sich die Tiere hoch und werden immer aggressiver, sollten Sie sie stören und das Dominanzverhalten unterbrechen. Werden sie auch nach mehreren Stunden immer wieder aggressiv, muss das Gitter wieder eingesetzt werden.

Wenn die Tiere in ihr Endgehege umziehen, sollten Sie auf jeden fall die benutzte Streu aus dem Trenngitter mitnehmen. Eventuell sollten Sie bei sehr großen Gehegen erst einen Teil des Geheges freigeben. Der Rest des Geheges und/oder das Inventar folgen nach und nach. Das Tempo dieser Methode richtet sich dabei nach dem Verhalten der Mäuse. Sind sie friedlich, kann das schnell vonstatten gehen. Sind sie unruhig oder gar aggressiv, sollten Sie langsam und vorsichtig vorgehen.

Die Trenngitter-Methode gilt als gescheitert, wenn die Tiere sich nach zwei Wochen immer noch bekämpfen.

Das Trenngitter hat sich inzwischen vor allem zur Vergesellschaftung Mongolischer Rennmäuse etabliert. Die Erfahrungen langjähriger Halter deuten jedoch darauf hin, dass diese Methode Aggressionen unnötig fördert oder sogar schürt. Ich würde daher für Mongolen eher auf die Großraummethode oder den neutralen Boden zurückgreifen.