Neutraler Boden als Vergesellschaftungsmethode

Bei dieser Methode lernen sich die Mäuse in einem neutralen Areal ohne Einrichtung kennen. Das Areal betreten alle Tiere zum ersten Mal. Das kann z.B. im Freilauf in der Wohnung sein, in einem fremden oder von den Gerüchen gereinigten Käfig oder in der Badewanne. Das neutrale Gelände kann auch das als Endkäfig vorgesehene Gehege sein. Hier können sich die Nager in Ruhe beschnuppern und einschätzen. Die Nager sollten Sie bei dieser Methode mindestens 2 bis 5 Stunden, besser länger, sorgsam beaufsichtigen. Aggressionen entwickeln nicht immer sofort.

Sind die Mäuse auch nach 24 Stunden friedlich, können Sie ihnen erstes Inventar anbieten oder die Tiere in ihr Endgehege umsetzen, so der neutrale Boden ein anderer Käfig war. Dann müssen Sie die neue Gruppe wieder mindestens 2 bis 5 Stunden beaufsichtigen. Werden die Mäuse umgesetzt, sollten Sie erst etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Umsetzen das erste Inventarstück anbieten. Nehmen Sie beim Umsetzen benutzte Streu – so vorhanden – mit in das neue Gehege.

Dieser Weg der Vergesellschaftung eignet sich vor allem für als friedlich und unkompliziert bekannte Arten, Individuen bzw. Geschlechter.
Der Stresspegel ist vergleichsweise niedrig und die Methode braucht nicht allzu viel Zeit.
Jedoch hat sie nicht in jedem Fall ein stabiles Resultat. Dann sollten Sie sie mit anderen Methoden kombinieren. So können Sie zum Beispiel die Tiere erst im Trenngitter einige Tage einander vorstellen, bevor sie einander das erste Mal direkt begegnen.