Vergesellschaftung

Vergesellschaftung ist eines der komplexesten Themen der Mäusehaltung. Wie verheirate ich die süßen Fellkugeln, damit sie sich dann auch wirklich lieb haben? Das ist nicht immer einfach. Basics stelle ich Ihnen in dieser Rubrik vor. Bitte bedenken Sie beim Lesen aber: Auch Mäuse sind Individuen. Das Schema F ist wirklich nur ein Grundmuster, das Ihnen helfen soll. Sie müssen es immer an die Tiere anpassen, die bei Ihnen aufeinander treffen – und an Ihre Fähigkeit, Mäuseverhalten zu lesen.

Erfahrung lässt sich aber nicht aus dem Hut zaubern. Beginnen Sie daher mit potentiell einfacheren Konstellationen und holen Sie sich Hilfe, wenn Sie unsicher sind. Mit der Zeit und mit jeder Vergesellschaftung werden Sie die Mäuse schneller und besser verstehen.
Vergesellschaftung ist die Königsdisziplin in der Mäusehaltung, weil die praktische Erfahrung durch nichts zu ersetzen ist und gemachte Erfahrungen aufgrund ihrer Komplexität auch nur in begrenztem Maße weitergegeben werden können.
Bedenken Sie daher beim Lesen dieses Themenfeldes auch: Sie haben immer nur einen Ausschnitt vor sich. Kein Text kann Ihnen die komplette Situation in allen Nuancen vorstellen!

Die Methoden der Vergesellschaftung sind höchst unterschiedlich. Es gibt jedoch immer grundlegende Regeln, die Sie beachten sollten, bevor Sie eine Vergesellschaftung beginnen. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie die betreffende Art noch gar nicht oder nur wenige Male vergesellschaftet haben. Die Missachtung dieser Grundregeln kann Sie den Erfolg der Vergesellschaftung kosten!

Welche Methode ist für die Vergesellschaftung die Beste?

Keine Methode kann für alle Tiere die Beste sein. Versagt eine Methode, kann eine andere die Lösung sein. Es gibt jedoch auch Mäuse, die sich niemals miteinander vertragen werden. Daher sollten Sie Vergesellschaftungen nicht ewig fortführen und auch akzeptieren, wenn die Tiere einander nicht mögen. Wir Menschen mögen schließlich auch nicht jeden Artgenossen. Dann wird eben ein anderes Tier der richtige Partner sein.

Wie gehe ich mit Langzeitsolos und Senioren um?

Bei Mäusen, die lange Zeit allein gehalten wurden, äußern manche Halter die Befürchtung, dass ihr Tier keinen neuen Partner akzeptiert. Dies ist in der Regel nicht der Fall. Im wesentlich gibt es bei diesen Nagern 3 Möglichkeiten, die ich stark gehäuft beobachten konnte:

  1. Das Tier freut sich extrem über den neuen Partner und akzeptiert ihn augenblicklich als neuen Freund.
  2. Das Tier hat Angst vor seinem Artgenossen, die behutsam überwunden werden muss. Das kann einige Tage oder Wochen dauern.
  3. Das Tier reagiert hochaggressiv. Entweder passt dann der Partner nicht zu dem Solotier oder die Maus hat von ihrer langen Einsamkeit eine Verhaltensstörung davongetragen, auf die Sie in der Vergesellschaftung individuell eingehen müssen.

Ein soziales Tier, das allein glücklich wird, gibt es nicht! Für jedes Tier gibt es irgendwo den richtigen Partner. Auch wenn die Suche manchmal etwas dauert…

Je älter ein Tier ist, umso weniger verkraftet es den Stress einer Vergesellschaftung. Das soll nicht heißen, dass alte Tiere nicht vergesellschaftet werden können oder sollen. Lediglich sollten Sie bei der Wahl der Methode und der Dauer der Vergesellschaftung auf das Alter der Tiere Rücksicht nehmen. Sehr alten Tieren sollten Sie daher grundsätzlich nicht nur die stressärmste Methode, sondern auch den unkompliziertesten Partner aussuchen.

Vergesellschaftung allgemein

 

Vergesellschaftungsmethoden

Basismethoden

Ergänzende Methoden

Artengesellschaft

  • Artengesellschaft Farbmaus – Vielzitzenmaus
  • Artengesellschaft Farbmaus – Stachelmaus
  • Artengesellschaft Farbmaus – Streifenmaus
  • Artengesellschaft Vielzitzenmaus – Stachelmaus
  • Artengesellschaften mit Mongolischen Rennmäusen
  • Artengesellschaft Große und Kleine Wüstenspringmaus