Die Männer-WG

Warum dieses Projekt?

Schwarzweißschecke Farbmaus
Typischer Männer-WGler: Mülleimerfindling und kleinwüchsiger Bock Tobi

Dass gerade bei Farbmäusen im Tierschutz ein starker Männerüberschuß herrscht, ist leider nicht neu und für die Tiere ein großes Problem. Während Weibchen in der Regel nach vier bis acht Wochen vermittelt sind, sitzen die Jungs deutlich länger – mitunter ein Jahr und länger, gar nicht so selten sogar ein ganzes Leben lang.
Besonders hart trifft es dabei einsame Tiere, die neben dem oft zu kleinen Heim und mangelnder Zuwendung extrem unter der Einsamkeit leiden. Alte, unkastrierte Tiere haben zudem ein weiteres Problem: Egal, ob sie in einer Gruppe leben oder allein, kaum jemand nimmt unkastrierte Mäusemänner, die für die Operation zu alt oder zu krank sind.
Und so beenden viele Mäuseriche ihr Leben da, wo es für einige schon begonnen hat: im Tierheim.
Das zumindest für einige Tiere zu verhindern, soll Aufgabe der „Männer-WG“ sein.

Über dieses Projekt

Ziel des Projektes ist das Einsammeln, das (nach Möglichkeit) Kastrieren und (nach entsprechender Wartezeit) das Integrieren in die vorhandene WG-Gruppe.
Grundvoraussetzung ist die intensive Kenntnis des Verhaltens von Farbmäusen, da im Projekt auch unkastrierte Böcke Aufnahme finden, die in die bestehende Gruppe zu unkastrierten Böcken und Kastraten integriert werden sollen.

Aufnahme in das Projekt finden vorrangig:

  • schwer vermittelbare Mäuseriche
  • alte, unkastrierte Mäuseriche und Kastraten
  • kranke und kleinwüchsige Mäusejungs
  • Einzeltiere aller Altersstufen

Eine mausgerechte Ernährung sowie eine kompetente medizinische Versorgung ab Ankunft sind selbstverständlich.
Das Projekt bedeutet für die Mäuse nicht unbedingt ein Luxusheim, denn die Gruppe wohnt unabhängig von ihrer Stärke in einem 100x60x60cm großen Gehege. Es gibt den teilnehmenden Tieren jedoch eine Chance auf den für sie so dringend notwendigen sozialen Kontakt sowie auf eine grundlegend mausgerechte Unterbringung und Versorgung in fachkundigen Händen.
Ein Kompromiss gegenüber einer reinen Liebhaberhaltung ist jedoch die sich ständig wandelnde Zusammensetzung der Gruppe. Daher achte ich schon bei der Auswahl der Kandidaten für die Gruppe nach Möglichkeit darauf, dass die Wahl auf eher ruhige, verträgliche Tiere fällt bzw. die Kastrationsquarantäne lang genug ist, um auch bei einer sehr kurzen, stressarmen Integration eine dauerhaft stabile Gruppe zu erreichen. In der Regel läuft die Vergesellschaftung nur die 48 Stunden, die ich zur Komplettreinigung des Geheges brauche. Neue Mitbewohner ziehen dann einfach ein, wenn die nächste Reinigung fällig ist. So bleibt den Mäusen überflüssiger Stress erspart.

Wie können Sie helfen?

Sie kennen einsame oder sehr alte/kranke Böcke, die Sie gern in diesem Projekt sehen würden? Dann schreiben Sie uns einfach eine Mail an info[at]das-maeuseasyl.de (Betreff Männer-WG). Sie würden die Böckchen gern als Mitfahrgelegenheit unterstützen? Dann schreiben Sie bitte ebenfalls eine Mail an info[at]das-maeuseasyl.de (Betreff Männer-MFG). In der Pflegestelle sind Zeit, Platz und das nötige Wissen für das Projekt vorhanden. Leider kann ich das Projekt aber nicht allein finanzieren. Daher suche ich Kastrationspaten für unkastrierte Böcke sowie zur Deckung der Transportkosten.
Wenn Sie einer einsamen Seele eine Chance auf Gesellschaft und ein verhaltensgerechtes Leben geben möchten, können Sie sich für eine Patenschaft per Mail gern bei mir melden. 🙂