Woche 3 des Solo-Projekts

Diese Woche hat uns ein Schicksalsschlag getroffen. Der kleine Alexander lag am Donnerstag friedlich eingeschlafen in das Schlaftuch der Gruppe gekuschelt. Woran er gestorben ist, lässt sich nicht eindeutig sagen. Aber er fehlt mir sehr, weil er etwas Besonderes war. Er hat sich hier so unglaublich gut entwickelt, ist aufgeblüht und hat Vertrauen gefasst. Auch seine Wunden begannen endlich zu heilen. Und dann geht der kleine Mann zwei Tage vor dem großen Umzug.
Mach’s gut, kleiner Mäuserich! Wir werden Dich hier nie vergessen!

Samstag war dann für alle der große Tag. Bis auf Lars sind alle noch mal umgezogen.

Zuerst habe ich die Krankengruppe in ihren endgültigen Käfig umgesetzt. Hier war es nach anfänglichem Erkunden und Gewusel recht ruhig. Leider fing Gerhardt nach einer Stunde an, die anderen zu jagen, sodass er kurz entschlossen mit in die Kleine Anlage zur großen Gruppe gezogen ist.
Seitdem ist in der kleinen Gruppe Frieden und man erfreut sich des neuen Geheges, das dann die Tage auch noch 2 Etagen und mehr Inventar bekommt.
Die schlechte Nachricht für diese Gruppe ist nach dem Tod von Alex, dass auch Orpheus schon wieder kränkelt. Ich mache mir ernsthaft Sorgen um den Kleinen. Momentan bekommt er Baytril und Bird Bene Bac. Sollte er sich nicht fangen, muss er diese Woche schon wieder mit nach Hamburg zum Tierarzt fahren.

Bei der großen Gruppe brach die helle Aufregung aus, als ich begann, die Streu aus ihrem Meterkäfig zu nehmen, um sie in der Kleinen Anlage zu verteilen. Schließlich habe ich die ganze Sippe (außer den Rötelmäusen) in eine Faunabox gepackt und auf die oberste Etage des rechten Schrankes gekippt.
Daraufhin brach das große Wuseln aus, in dem auch Gerhardt als Neuer irgendwie nicht auffiel. Jedenfalls gab es keinerlei Ärger, als ich ihn der Gruppe dazusetzte.
Im Großen und Ganzen waren die Tiere nach dem Umsetzen ruhig. Gab es Gepiepse und ich wollte nachschauen, wer zankt, ist es natürlich mal wieder niemand gewesen und alle Nasen schauen genauso neugierig wie unschuldig aus ihren Löchern. Nur einmal habe ich Fridolin beim Zoff mit Nero erwischt.
Ernsthafte Kämpfe gab es aber bis Sonntagabend keine. Ich denke auch nicht, dass hier noch was nachkommt.

Siegfried ist mit seinen Jungs ebenfalls am Samstag vom Hamsterknast in die Große Anlage gezogen. Auch hier habe ich die Streu der Tiere vorher im ersten Schrank, wo ich sie dann ausgesetzt habe, verteilt. Hier wurde kurz mit den ortsansässigen Stachelmäusen diskutiert, dass die Farbmäuse wieder da sind und noch einen mitgebracht haben. Wirklich Ärger gab es aber keinen.
Ab und zu piepst es kurz, aber im Großen und Ganzen ist auch hier nach den ersten Erkundungen Ruhe eingekehrt. Einzig die kleinen Rangeleien der Kastraten untereinander, wie sie vor der Vergesellschaftung mit Siegfried schon üblich waren, stellen sich langsam wieder ein.
Besonders beeindruckt bin ich von Siegfried. Er hat den Umzug ohne eine einzige Drohgeste oder gar Streiterei gemeistert. Auch dem ebenfalls unkastrierten Flo gegenüber ist er nach wie vor friedlich.

Damit haben alle Gruppen den in meinen Augen wichtigsten Schritt ins Endgehege sehr gut gemeistert. Keine Gruppe zofft wirklich, geschweige, dass eine zerfällt. So, wie sie jetzt wohnen, werden sie den Rest ihres Lebens zusammenbleiben.

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