Tag 6 des Solo-Projekts

Die Krankensippe hat das zweite Haus – und es ist immer noch Ruhe. So stell ich mir das vor. Ich denke nicht, daß es hier noch Ärger gibt.

In der großen Gruppe ist die Verteilung der Plätze im, vor oder auf dem Häuschen inzwischen geklärt. Und bis auf vereinzelte, kurze Piepsereien, waren die Herren friedlich.

Nachdem der erste Anlauf mit Siegfried und seinen Albinos gründlich in die Hose gegangen ist, saßen sie nun zwei Tage lang in ihrer Box. Das lange Schmoren hat sich aber gelohnt. Nach dem erneuten Umsetzen in den Hamsterknast zeigt Siegfried keinerlei Aggressionen mehr den anderen gegenüber. Ich hoffe also darauf, daß das so bleibt und er seinen Lebensabend nicht in artfremder Gesellschaft verbringen muss.

Stänkeropa Lars kriegt heute mit seinen 3 Kastraten noch das nächste Haus und – wenn sie nicht prügeln – das große Holzlaufrad. Ansonsten ist bei den Herren der Status quo erhalten geblieben. Sie lieben und sie prügeln sich, aber sie lieben sich mehr, als sie sich prügeln.
Es sind auch nur kurze, oberflächliche Zankereien, wenn der Opa den Kastraten mal wieder erklärt, wer der Chef ist. Das Ganze ist nach fünf Minuten schon wieder vergessen. Außerdem ist Lars endlich stabil normalgewichtig. Die Gesellschaft tut ihm sichtlich gut.

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