Tag 1 – Das Kennenlernen

Farbmäuse mit Stachelmaus
Die Krankensippe

Geteilt habe ich die Gruppen von vornherein in Kranke und Fitte, um zu vermeiden, dass die kranken Tiere untergebuttert werden.

Die Krankengruppe in ihrer ursprünglichen Besetzung:

  • Hans „Harry Houdini“ Huckebein aus Bonn
  • Sternchen Siegfried aus Nürnberg
  • Alexander aus Bonn
  • die Aufziehmaus auch aus Bonn
  • Gerhardt aus Nürnberg
  • Pit aus Bremen
  • Orpheus auch aus Bremen

Die Fitten:

    • Worms I und II aus Worms
    • Farbmäuse und Stachelmäuse
      Die fitte Sippe

      Loro aus Gießen

Killer aus Darmstadt
  • Pewe aus Kassel
  • Arno aus Nürnberg
  • Nero aus Tensbüttel
  • Felix aus Flensburg
  • Tom und Speedy aus Schleswig
  • Fridolin aus Itzehoe
  • Remus aus Kiel
  • Max aus Bremen
  • die Graue Eminenz (Ex-Bremer von mir)

Die Vergesellschaftung der Krankensippe stellte sich als anstrengender heraus, als gedacht, da die Aufziehmaus, Siegfried und Gerhardt sehr dominant, Orpheus und Pit dagegen eher ängstliche Mäuse sind. Houdini musste sogar die Gruppe wechseln, da er immer wieder Streit anfing. Die dominanten Drei habe ich für drei Stunden aus der Gruppe genommen, damit sich der Rest etwas beruhigen konnte. Danach habe ich sie der Rangfolge nach von unten beginnend nach und nach dazugesetzt.

2 Farbmäuse im Streu
Tom und Arno

Begonnen habe ich die Vergesellschaftung in der Badewanne. Hier haben sie sich auch noch ziemlich geprügelt – mit dem Ergebnis, dass die Aufziehmaus aus einer kleinen Wunde am Schwanz blutete und die Wanne mit roten Schlieren durchzog. Ernsthaft verletzt wurde jedoch keiner.

Übernachtet hat die ganze Gruppe zusammen mit ihren ebenfalls für diese Gruppe bestimmten drei uralten Stachelmäusen im 70er Hamsterknast, wo auch ab und zu noch etwas mit dem Schwanz gewedelt und rumgequietscht wurde und jeder in seiner Ecke saß.

Nach der recht stressigen Runde hatte ich bei den fitten Herren viel Zoff erwartet, v.a. angesichts der Tatsache, daß Halbkastrat Fridolin Böcke nicht mag und Felix erst am 24.09. kastriert wurde und auch, weil Killer in einer Pflegestelle aggressiv aufgefallen war. Also setzte ich den ganzen Schwung samt ihren 6 Stachelmausjungs, die zur Grauen Eminenz gehörten, und mit Fridolins Vielzitzenmaus in die ausgewaschene Wanne.
Große Augen, lange Nasen, ungläubige Blicke – Minuten später schon exzessives Kuscheln. Frieden. Nach einer halben Stunde kam noch Houdini dazu, der in der Zwischenzeit in der Box der ersten Gruppe zuviel Stress gemacht hatte. Der verschwand in dem Mäusehaufen friedlich, als gehöre er da schon immer hin.
Ebenfalls friedlich aufgenommen wurde Wühlmaus Paulchen. Er frisst aus Einsamkeit schlecht und wird deshalb in der Gruppe verbleiben, bis ich Artgenossen für ihn gefunden habe.
Am Abend lagen sie auf zwei Haufen verteilt in einem 70er Hamsterknast und kuschelten. Gepiepse gab es kaum.