Solo-Projekt – Juli bis September 2008

Diesmal gibt es neben schönen auch sehr traurige Neuigkeiten von den kleinen Solojungs. Pieps hat seine Kastration gut überstanden und sich danach gut in der Gruppe der Küchenvoliere eingelebt. Einen kleinen Abszeß aus seiner Stänkerzeit konnte ich problemlos behandeln und der kleine Mann turnte mit Genuss durch die große Voliere.
Ende August vermisste ich Pieps das erste Mal bei der Fütterung. Nach einiger Suche fand ich den kleinen Mann eingeschlafen im Häuschen neben der Futterschüssel. Mach´s gut kleiner Mäuserich. Ich hoffe, Dein Leben hier hat Dir gefallen, auch wenn Du nur etwa ein Jahr alt geworden bist.

Leider ist Pieps nicht der Einzige, der uns in diesem Vierteljahr verlassen hat. Auch an Max und Chefchen hat das Alter nun seinen Tribut gefordert. Max wurde über 24, Decker und Chefchen sogar etwas über 36 Monate alt. Unser kleiner Bremer Graue Eminenz starb im fortgeschrittenen Alter an einer Herzschwäche. Und schließlich hat uns auch der schon schwer krank angekommene Squali nach nur drei Monaten wieder verlassen.

Neu eingezogen sind nach diesen für mich sehr traurigen Verlusten Conrad und ein kleiner, unkastrierter Kratzmäuserich aus dem TH Schleswig. Außerdem ist Pewe zusammen mit Houdini in die Herrengruppe zurückgekehrt, von der sie ohne Zankereien aufgenommen wurden. Beide zeigen inzwischen deutliche Alterserscheinungen und kamen mit den großen Gehegen und den zum Großteil deutlich jüngeren Mitbewohnern nur noch schlecht zurecht. Einst kleine Krawallzwerge, genießen sie nun die Ruhe des Altherrenkränzchens: Die wird nur ab und zu etwas vom fast 2jährigen Bock Conrad gestört, der sich inzwischen zum Chef aufgeschwungen hat. Der kleine Kratzerich aus Schleswig konnte sich an der neuen Gesellschaft leider nur noch 3 Wochen erfreuen, bevor er starb. Kleiner Mann, Du warst einer der bravsten und verträglichsten Böcke, die ich je hatte. Mach’s gut!

Einer lebt allerdings wider alle Voraussagen immer noch: Decker aus Weinheim. Am 02.05. 2007 im Alter von fast zwei Jahren hier angekommen, zeigt er dem Alter die kalte Schulter. Er leidet zwar an einer fortschreitenden Lähmung der Hinterläufe, ist aber immer noch recht mobil und von kräftigem Appetit. Ich hoffe, das bleibt noch eine ganze Weile so.

Auch Arno zeigt nun erste Alterserscheinungen. Das hält den kleinen, buckligen Albino aber nicht davon ab, jeden Abend fleißig nach Nutrical und anderen Leckerli zu betteln.

Sorgen macht mir derzeit Socke aus Koblenz. Der kleine, dicke Kastrat hat ziemlich abgenommen und auch wieder die Löcher, die er bei seiner Ankunft schon hatte. Nur wird eines davon immer größer. Derzeit wird er mit Lavasept und Chlorhexidinpuder behandelt, was eine Ausweitung des Problems verhindert hat. Ob die Wunden jetzt wieder abheilen, steht noch aus.

Sorgen anderer Art macht mir Fix. Der kleine, auf dem Müll gefundene Mäusemann hat seinen Spaß am Stänkern von Artgenossen entdeckt und bringt zunehmend Unruhe in die große Damen-Kastraten-Gruppe, in der er lebt. Auch hat er sich beim Stänkern einen Abszess an der Pfote zugezogen. Dieser ist zwar gut verheilt, jedoch ist seine rechte Vorderpfote nun dauerhaft etwas nach innen gestellt. Sollte sich nach der Herbstreinigung der Gruppe keine Ruhe einstellen, wird Fix wohl mit den Solos zusammenziehen, die ich derzeit aus Braunschweig erwarte. Auch Conrad wird in diese Gruppe einziehen müssen, wenn sich sein Dominanzverhalten so weiterentwickelt.

Da das Soloprojekt sich nun zu einer Art Dauerprojekt entwickelt hat, gibt es die künftigen Entwicklungen in einem neuen Projekt: Die Männer-WG.