Solo-Projekt Dezember 2007 bis März 2008

Farbmäuse
Max mit den Binis

Der Dezemberanfang war noch von den Nachwehen der Staphylokokken in Form der Antibiotikabehandlung gezeichnet. Doch konnten wir Mitte Dezember endlich aufatmen.
Leider gab es für die Tiere nur eine kurze Atempause. Kurz vor Weihnachten verkündete mein Freund aus heiterem Himmel das Ende unserer Beziehung. Das hieß nicht nur, daß die Mäuse und ich aus dem Haus ausziehen mussten, das ich allein nicht bezahlen konnte. Das bedeutete auch, dass viele Tiere gehen mussten, da ich sie in die neue, kleine Wohnung nicht mitnehmen konnte. Schon Anfang Januar stand fest, dass auch einige Solos ausziehen würden, auch wenn mir das sehr schwer fiel.

In dieser Zeit wurde zu allem Überfluß auch noch Siegfried krank. Er erholte sich zwar wieder etwas, starb aber noch Ende Januar. Der beginnende Umzugsstreß war Gift für den kleinen, alten Mann.

Opa Lars schaffte diese Zeit besser und konnte Anfang Februar mit seinem kompletten Zuhause und seinen Mitbewohnern nach Bremen umziehen. Dort starb er im April.

Auch die große Sologruppe zog zum Teil in erfahrene Hände nach Stuttgart. Bei mir blieben nur Houdini, Arno (der im Januar so schwer krank wurde, dass ich dachte, er stirbt), die Graue Eminenz, Max und Pewe.

Farbmaus
Graue Eminenz

Mitten im Umzugs- und persönlichen Chaos habe ich 8 Wochen um Arno gekämpft mit den verschiedensten Therapien. Der kleine Albino aus dem Nürnberger Tierheim wurde immer weniger, das Fell immer dünner, die einst rosafarbenen Ohren und Schwanz erst blaß, dann grau. Als nichts auch nur die geringste Besserung brachte, beschloß ich, ihn in Frieden gehen zu lassen, ohne ihn mit weiteren Therapien zu quälen. Ich versuchte lediglich, die Auswirkungen der Wohnungsauflösung und des Umzuges soweit wie möglich von ihm fern zu halten.
Ich weiß bis heute nicht, was er hatte, aber im März, etwa 4 Wochen nach dem Ende der letzten Therapieversuche ging es dem kleinen Kerlchen langsam wieder besser. Er bekam Farbe und ganz langsam auch Fell, nahm – wenn auch langsam, so doch stetig – zu. Das war wenigstens ein kleiner Lichtblick in einer für alle schweren Zeit.

Ein kleines Sonnenscheinchen erreichte die Solos auch in Gestalt des kleinen Mäuserichs Pieps aus Hamburg. Der kleine, zierliche Albino war von einer Katze auf der Straße gefangen und von ihren Besitzern gebracht worden. Wie durch ein Wunder hatte er das unbeschadet überstanden. Pieps zog bei den Soloherren ein, mit denen er sich so gut verstand, dass ich aufgrund der selbst für eine Farbmaus sehr geringen Größe von einer Kastration absah.