Solo-Projekt – Das lange Warten

FarbmäuseFür einige der kleinen Mäusejungs bedeutete das Projekt zunächst nur eines: Warten! Warten auf die Anderen und warten darauf, dass die Hormone langsam aus dem Körper gespült werden.
In der Zwischenzeit lernten sie die nach und nach ankommenden Artgenossen schon einmal geruchlich kennen, da ich die Tiere mit Absicht alle im selben Raum untergebracht habe.
Gleichzeitig wurden sie auf das Futter hier in der Pflegestelle umgestellt, was ohne Probleme verlief. Neugierig wurden Seidenraupen, Löwenzahn und Co. beschnuppert und schnell für genießbar befunden.

Peter, unser zweiter Albino aus Bonn, schied vorzeitig aus dem Projekt aus. Er durfte noch lange vor der Vergesellschaftung, Anfang September, zu einer Gruppe Mädchen auf eine Mäuseburg in Flensburg ziehen. Dort hat er sich gut eingelebt.

Einen Beinamen hat Hans Huckebein aus Bonn sich durch ständige Fluchten und Fluchtversuche eingehandelt. Nachdem ich ihn bis Ende September neunmal aus der Wohnung sammeln musste und er zweimal freiwillig wiederkam, heißt er hier mit vollem Namen Hans Harry Houdini Huckebein, kurz Houdini.
Für den lebhaften Mäuserich waren die Einzelhaft und das Warten wie für alle einsamen Tiere eine Qual, gegen die er mit seinen Ausbrüchen lebhaft demonstrierte.