Spielzeug für Mäuse

Im Folgenden sammle ich Ideen für Spielzeug für Mäuse, mit dem Sie Ihre Nager beschäftigen und zu mehr Bewegung anregen können.
Wenn Sie weitere Ideen vorschlagen möchten, freue ich mich immer über eine Mail an angelus[ät]das-maeuseasyl.de!

Foodball als Spielzeug für Mäuse

Sogenannte Foodbälle gibt es in verschiedenen Ausführungen. Am bekanntesten ist die Variante aus Metallgitter, die Sie im Käfig aufhängen können. Diese Bälle sind leider nicht ganz ungefährlich. Die Mäuse können beim Versuch, an das Futter zu kommen, auch abrutschen, schlimmstenfalls mit dem Kopf drin hängen bleiben und stranguliert werden. Noch häufiger sind gebrochene oder ausgerenkte Gliedmaßen die Folge solch gefährlichen Spielzeugs. Verzichten Sie daher auf die Drahtbälle!

Schöner und ungefährlicher sind geschlossene Foodbälle aus Kunststoff, die nur eine kleine Öffnung haben. Die Größe dieser Öffnung ist justierbar, sodass die Mäuse an jedes Futter kommen. Befüllen Sie diesen Ball mit gesunden Leckerli und geben Sie ihn den Tieren in den Auslauf. Besonders Mongolische Rennmäuse und andere Rennmäuse sowie Wüstenspringmäuse haben Spaß an diesem Spielzeug. Achten Sie aber darauf, dass der Ball von den Mäusen nicht angefressen wird beim Versuch, an den Inhalt des Balles zu kommen. Sonst ist der Spaß recht schnell vorbei. Benutzen Sie solche Foodbälle also nur unter Aufsicht.

Fummelbretter

Fummelbretter sind eine fantastische Möglichkeit, die Intelligenz von Mäusen herauszufordern. Mit einem solchen Brett können Sie Ihre Nager intensiv und abwechslungsreich beschäftigen. Einziges Problem: Fummelbretter für Mäuse sind ein Spielzeug, das Sie wahrscheinlich selbst bauen müssen. Fertige Modelle gibt es eher für Katzen, inzwischen auch für Meerschweinchen, Kaninchen und mit etwas Glück für Ratten. Für kleinere Mäuse wie Küstenmäuse oder Farbmäuse sind die Elemente dieser Bretter zu groß und/oder zu schwer. Sie müssen sie also selber bauen.

Lebendfutter

Farbmaus mit Waldschabe in der Futterschüssel
Was rennt denn da? Auch Farbmäuse können geschickte Jäger sein

Mit dem Essen spielt man nicht! Oder doch? Für viele Exoten, aber auch für Mongolen und Farbmäuse ist Lebendfutter in Form von diversen Insekten eine willkommene Abwechslung. Besonders agile Insekten wie Heimchen, Schaben oder Heuschrecken regen die Tiere zur Jagd und damit zu deutlich mehr Bewegung an. Gleichzeitig ist die Aufmerksamkeit der Nager voll und ganz bei der davonhüpfenden Mahlzeit und sie sind beschäftigt.

Diese Beschäftigungsmöglichkeit hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen regt sie das natürliche Verhaltensrepertoire der Tiere an. Zum anderen bewegen sich die Nager deutlich mehr zum Nahrungserwerb. Das ist vor allem für Exoten, die schnell zu Verfettung neigen, wichtig. Außerdem sind Heimchen, Grillen, Heuschrecken und Co. keine fette Beute, sondern ein magerer, guter Eiweißspender.

Mehlwürmer und Zophobas fallen allerdings nicht unter Beschäftigungsfutter, da sie nicht sehr schnell sind. Zudem sind die als Leckerli beliebten Larven auch sehr fett.
Allerdings nehmen nicht alle Arten Lebendfutter an bzw. jagt nicht jedes Tier hinter seinem Essen her. Probieren Sie einfach aus, ob diese Idee Ihre Nager begeistert.

In der Regel trifft Lebendfutter bei allen Meriones-Arten und vielen weiteren Rennmausarten, bei Zwergschläfern und allen Stachelmäusen auf große Begeisterung. Grasmäuse sind dagegen oft weniger angetan von der Idee, dem Essen nachzulaufen. Wenn sie noch nie Lebendfutter bekommen haben, sollten Sie stärker jagenden Arten anfangs etwas Zeit geben, die Jagd zu lernen. Sie müssen erst erkennen, dass schmeckt, was da davonrennt. Bis sie ein aktives Jagdverhalten entwickeln, dauert es in der Regel etwa 14 Tage.

Rohe Eier

Rohe Eier kleiner Ziervögel wie Wachteln, Wellensittiche, diversen Finkenvögel und andere kleine Vögel können eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für Zwergschläfer und andere Nesträuber sein. Legen Sie die Eier einfach komplett ins Gehege. In der Regel finden die Tiere recht schnell heraus, dass man das essen kann. Da sie auch in der Natur Vogelnester plündern, haben sie keine größeren Probleme, die kleinen Eier zu öffnen. Die ersten Eier können Sie anpicken, damit die Nager merken, das der Inhalt verführerisch riecht und sciher schmeckt.