Naturgehege: Farbmaus-Dachboden

Das Gehege

Am besten geeignet für ein solches Gehege ist ein eher flacher, möglichst breiter Schrank oder eine große Kommode mit 2 bis 4 Etagen. Bauen Sie das Möbel ganz normal wie einen Mäuseschrank um.
Mit der Optik von altem Holz erreichen Sie den Eindruck eines alten, dunklen Dachbodens. Dazu eignen sich bestimmte Lacke und Lasuren, die einen holzähnlichen Struktureffekt hinterlassen. Gleichzeitig verhindern sie, dass der Mäuseurin in das Holz einzieht. Achten Sie hierbei darauf, dass die Lacke/Lasuren die DIN EN 71-3 erfüllen und somit verträglich für Ihre Farbmäuse sind.

Die Einstreu

Der Boden bleibt bis auf alte Tücher, Zeitungen oder ähnliches weitestgehend streufrei. Sie können aber auch Hanfmatten verwenden, wenn Sie nicht zu viel “nackten” Boden haben wollen. Zum Buddeln können Sie den Tieren eine alte Kiste oder ähnliches anbieten und bis oben mit Streu und Heu füllen.
In Kloecken können Sie Baumwolleinstreu drapieren, die auf Ihrem „Dachboden“ ein bisschen wie Wollmäuse wirkt.
Die restliche Oberfläche wird durch Auskehren und Auswischen gereinigt.

Das Inventar für Ihren Farbmaus-Dachboden

Bei der Einrichtung sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Alles, was Sie auf einem Dachboden vermuten würden, können Sie zu einem bunten Chaos arrangieren: altes Geschirr, Töpfe, Bretter, Ton- und Blumentöpfe, Eimer, Schachteln und vieles mehr. Für die Einrichtung können Sie zum Beispiel auf dem Flohmarkt oder dem eigenen Dachboden günstig bis kostenlos fündig werden.
Achten Sie aber darauf, dass das Inventar genau wie normale Nagerhäuschen keine Gefahr birgt, dass die Tiere in Öffnungen stecken bleiben können. Diese sollten mindestens 3 cm im Durchmesser sein. Überprüfen Sie außerdem, dass die Mäuse auch aus allen Inventarteilen wieder problemlos herauskommen.

Eignung und Pflege

Der Farbmaus-Dachboden eignet sich am besten für ein möglichst großes Gehege mit einer eher geringen Besatzdichte. Je mehr Mäuse darauf leben, umso pflegeintensiver wird er. Der Boden muss durch die größtenteils fehlende Streu nämlich öfter gereinigt (komplett) werden als ein normal eingestreutes Gehege.