Basteln und Bauen für Mäuse – Teile verbinden

Hier finden Sie einige Varianten, wie Sie die einzelnen Bauteile beim Bauen von Gehegen und beim Basteln von Inventar für Ihre Mäuse verbinden können.

Schrauben

Das Verschrauben von zwei Bauteilen ergibt eine sehr stabile Verbindung. Vorteil gegenüber einer genagelten Verbindung: Die Teile können problemlos wieder getrennt und später erneut verbunden werden.
Damit das Holz nicht splittert oder reißt, sollten Sie ab einer Schraubenlänge von ca. 1,5 cm immer vorbohren, bevor Sie die Schraube anbringen. Verwenden Sie dabei am besten einen Bohrer, der im Durchmesser eine Nummer kleiner als die Schraube ist, sodass diese dann auch fest sitzt.

Schrauben eignet sich in erster Linie für den Gehegebau und zur Befestigung von Inventar. Bei der Verwendung an Häuschen und anderen Einrichtungsgegenständen ergibt sich vor allem bei stärker nagenden Arten das Problem, dass irgendwann die Spitze der Schraube herausschaut. Diese kann dann leicht zur Verletzungsquelle werden. Verwenden Sie Schrauben also nach Möglichkeit nur an Stellen, an denen die Spitzen nicht durch Nagen freigelegt werden können.

Nageln

Nageln ergibt eine stabile Verbindung, die sich jedoch nicht ohne Schäden wieder lösen lässt. Nageln sollten Sie also nur, wenn diese Verbindung nie wieder getrennt werden muss.
Da die Spitzen von Nägeln nach dem Anknabbern herausschauen und zu gefährlichen Verletzungsquellen werden können, empfiehlt es sich, nur solche Teile zu nageln, die die Mäuse nicht erreichen können.
Im Vergleich sollten Sie Schrauben Nägeln im Gehegebau vorziehen. Lediglich Krampen können Sie zum Aufspannen von Draht verwenden, wenn Sie keinen Tacker besitzen und den Draht nicht anschrauben wollen.

Tackern

Beim Tackern werden kleine Klammern ins Holz geschossen und ergeben eine dauerhafte, feste Verbindung, die sich nicht ohne Schaden wieder lösen und auch nicht erneut herstellen lässt.
Am besten eignet sich Tackern zum Aufspannen von Draht, da es im Gegensatz zu Krampen Einschlagen schneller und unkomplizierter geht.
Verwenden Sie den Tacker beim Bau von Häuschen, so achten Sie unbedingt darauf, dass diese Stellen nicht von den Tieren angenagt werden können. Die freigelegten Enden der Tackerklammern sind scharf. Ihre Mäuse können sich leicht daran verletzen.

Kleben

Kleben kann als alleinige Verbindung oder zur Unterstützung anderer Verbindungen (z.B. Steckverbindung mit Holzdübeln) verwendet werden und ist nicht nachkorrigierbar, wenn der Kleber einmal getrocknet ist.
Am besten eignet sich ein lösungsmittelfreier Holzleim wie etwa der einfache Ponal Holzleim. Er ist für die Tiere ungiftig, hat jedoch den Nachteil, dass er nicht wasserfest ist. Geklebte Häuschen können daher bei einer gründlichen Reinigung mit Wasser an den Kleberändern vorübergehend aufquellen, im schlimmsten Fall lösen sich die Klebestellen und müssen erneut verleimt werden.
Für den Gehegebau eignet sich reines Kleben nicht als Verbindung, da diese Verbindung für größere Teile nicht stabil genug ist. Hier kann sie lediglich zur Unterstützung der Festigkeit verwendet werden.

Steckverbindung mit Nut

Für Steckverbindungen mit Nut wird in die zu verbindenden Teile jeweils eine Nut gesägt und die Teile Nut in Nut zusammengesteckt.
Dieses System ist gut für den Häuschenbau geeignet, da es einfach und reversibel ist und sich nicht benötigte Häuschen platzsparend verstauen lassen. Zudem kommt es ohne Verletzungsgefahren durch Spitzen und ohne chemische Mittel wie Kleber aus.

Steckverbindung mit Holzdübeln

Steckverbindungen mit Holzdübeln bilden eine Verbindungsvariante für den Inventar- und Gehegebau. Nicht geklebt, können die Verbindungen auch wieder gelöst werden. Allerdings bedarf diese Variante einer gewissen Übung, damit die Bauteile auch exakt zusammenpassen.

Vorteil der Variante: Lassen sich Dübel nicht entfernen, können sie einfach abgesägt und bei Bedarf neu ausgebohrt werden. Zudem kommt diese Variante ebenfalls ohne Verletzungsgefahren durch Spitzen und ohne chemische Mittel wie Leim aus.
Achten Sie beim Vorbohren für den Dübel auf die richtige Größe des Bohrers, sodass der Dübel das Holz nicht sprengt (passiert bei zu kleinem Bohrloch) und auch nicht rausrutschen kann (passiert bei zu großem Bohrloch).