Schlaganfall

Ursachen

Der Schlaganfall oder Hirnschlag ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns, bei der es zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems kommt.
Er wird von Durchblutungsstörungen in zwei grundsätzlichen Formen verursacht. Zum einen kann ein Gefäß verengt oder etwa durch einen Thrombus völlig verschlossen sein, sodass die nachfolgende Region nicht mehr oder nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Zum anderen kann eine Hirnblutung dazu führen, dass die nachfolgende Region nicht mehr mit Blut versorgt wird. Auch hier ist das betroffene Areal von der Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr abgeschnitten.
In der Folge kommt es zur Schädigung und zum Absterben von Nervenzellen, was die Symptome verursacht.

Wen trifft es?

Treffen kann es prinzipiell jedes Tier. Besonders gefährdet sind übergewichtige und fehlernährte Nager.
Schlaganfälle kommen bei Nagetieren sehr selten vor. Meist handelt es sich um eine andere Erkrankung mit ähnlicher Symptomatik, wenn der Halter bei seinem Tier einen solchen befürchtet.

Symptome

Je nach betroffener Hirnregion und Größe des Areals können die Symptome sehr unterschiedlich und auch unterschiedlich schwer ausfallen. Daher fallen auch die genaue Diagnose und die Abgrenzung zu anderen Ursachen mit gleichen oder ähnlichen Erscheinungen schwer.
Typische Symptome können sein:

  • plötzliche Verhaltensänderungen
  • koordinative Störungen (Tiere können nicht mehr fressen oder sich putzen, etc.)
  • Orientierungslosigkeit
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Unsicherheit in der Bewegung
  • teilweise oder vollkommene Lähmungen
  • Schiefkopf

Behandlung

Haben Sie die Vermutung, dass Ihr Tier einen Schlaganfall hatte, suchen Sie in jedem Fall so schnell wie möglich einen Tierarzt auf und vermeiden Sie experimentelle Eigenmedikation.
Da die Diagnose auch für den Tierarzt aufgrund der Abgrenzungsprobleme schwierig zu stellen ist, wird dieser wahrscheinlich neben dem möglichen Schlaganfall auch andere Ursachen in Betracht ziehen und diese mit Medikamenten abdecken. Dazu gehört die Gabe eines Antibiotikums – in schweren Fällen in Kombination mit Kortison – sowie der Vitamin-B-Komplex, der die Regeneration der Nerven unterstützen soll.
Hat eine Maus Einschränkungen wie etwa Gleichgewichtsstörungen, müssen Sie auch das Gehege daran anpassen. Achten Sie unbedingt darauf, dass das betroffene Tier trotz seiner Behinderung Futter und Wasser problemlos erreichen kann.

Da die Nervenzellen durch die mangelnde Versorgung absterben, ist das betroffene Areal tot. Neue Nerven wachsen nicht nach. Da aber benachbarte, noch intakte Zellen die Aufgabe der verloren Zellen teilweise oder ganz übernehmen können, ist eine deutliche Besserung oder gar ein Verschwinden der Symptome möglich. Dieser Prozess kann Tage oder Wochen dauern, bei manchen Mäusen tritt er nie ein.
Hier ist abzuwägen, ob das Leben mit der Behinderung für die Maus noch zumutbar ist. Ist das Leben nicht mehr lebenswert, sollte die Maus vom Tierarzt eingeschläfert werden.

Quellen
Wikipedia.org
Wiki Mausebande