Erkrankungen

Mancher Mäusehalter muss mit seinen Lieblingen nie zum Tierarzt – manch anderer wohnt dort schon fast. Das Spektrum der Erkrankungen ist dabei sehr viel breiter als die wenigen Erkrankungen, die inzwischen fast jeder kennt, der länger Mäuse hält. Vor allem Farbmäuse und Mongolische Rennmäuse sind häufiger Gäste beim Tierarzt, da sie im Schnitt öfter krank sind als die gesundheitlich meist noch recht robusten Exoten.

In dieser Unterrubrik werden häufige Erkrankungen und Erkrankungen für Differenzialdiagnosen vorgestellt, um vor allem Haltern mit weniger erfahrenen Tierärzten eine Hilfestellung zu geben. Sie ist jedoch kein Ersatz für den Besuch beim Tierarzt. Eigene Diagnosen und eigenmächtige Behandlungen mit Globuli und anderen frei verkäuflichen Mitteln kann Erkrankungen verschlimmern und im schlimmsten Fall Ihren Patienten das Leben kosten.

Zudem sollen Ihnen die Steckbriefe der Krankheiten helfen, die vom Tierarzt angeordnete Behandlung zu Hause optimal zu unterstützen.

Separieren kranker Tiere

Ab und zu raten Tierärzte bei manifesten Milbenerkrankungen, Infektionen und ähnlichen Krankheiten dazu, das betroffene Tier von seiner Gruppe zu trennen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Nur in den seltensten ist das Vereinzeln einer Maus wirklich sinnvoll. Bei Erkältungen, Parasiten- und Pilzerkrankungen können Sie davon ausgehen, dass bereits alle Gruppenmitglieder Träger sind. Nur bildet nicht jede Maus Symptome aus. Der Keim oder Parasit verschwindet also nicht mit dem sichtbar erkrankten Tier aus der Gruppe.
Sinnvoll kann eine Separation zum Beispiel bei verwundeten oder frisch operierten Mäusen, wenn die Mitbewohner das Wundareal immer wieder anfressen, Wunden öffnen oder sogar verrößern und vertiefen.

Hinterfragen Sie also immer, warum ein Tier separiert werden soll. Die Einsamkeit verursacht Stress bei dem Patienten, der der Genesung abträglich ist. Die Gruppe ist also Teil einer gesunden, heilungsfördernden Umgebung.

Kranker Zwerghamster
Kranker Zwerghamster