Bestandshygiene

Über die Bestandshygiene

Die Bestandshygiene soll das Einschleppen bzw. Ausbreiten von Keimen, Pilzen und Parasiten verhindern.
Zur Bestandshygiene zählen neben der Anwendung parasiten- und/oder pilztötender und/oder desinfizierender Mittel auch ganz einfache Maßnahmen wie die Einhaltung einer Quarantäne, wenn Sie neue Nager bekommen. So stellen Sie sicher, dass die neuen Mitbewohner keine offensichtlichen Krankheiten, Parasiten oder Pilze einschleppen.
Auch die so genannte Parasitenprophylaxe gehört zur Bestandshygiene. Sie besteht bei Mäusen in der Spot-on-Behandlung mit Antiparasitika wie Stronghold oder Ivomec. Da es sich bei diesen Mitteln um potente Gifte handelt, sollten Sie ihren Einsatz abwägen. Im Zweifelsfall können Sie neue Mäuse auch beim Tierarzt auf Endo- und Ektoparasiten untersuchen lassen und so Leber und Nieren der Tiere die Belastung eventuell ersparen.

Selbstverständlich sein sollte das Sauberhalten der Gehege, um die Bildung von Brutstätten für Parasiten und Schimmelpilze zu vermeiden und die Tiere gesund und widerstandsfähig gegen Erkrankungen und Befall zu halten.
Neues Inventar aus dem Laden oder aus der Natur können Sie mit Essig reinigen, einfrieren, mit dem Dampfreiniger behandeln oder ausbacken, wenn Sie sich dadurch sicherer fühlen. Zwingend notwendig ist ein solches Prozedere nicht.
Antiparasitika für die Umgebung gehören nicht prophylaktisch ins Gehege! Diese Mittel sollten generell dem Fall eines akuten Befalls vorbehalten bleiben. Selbes gilt für pilz- oder bakterien-/virentötende Mittel. Übertriebene Hygiene tut auch Tieren nicht gut.

Ebenfalls zur Bestandshygiene gehören abgeschlossene Behälter (z.B. Aquarien, Dunas) für die Quarantäne, da diese die Gefahr des Weitertragens von kontaminierter Streu sowie das Entkommen befallener Tiere deutlich herabsetzen.
Im Akutfall haben Sie mehrere Mittel zur Auswahl. Passen Sie die Wahl der Mittel immer dem betreffenden Keim, Pilz oder Parasiten an. Lassen Sie diese(n) daher immer möglichst genau bestimmen. Nicht immer muss es die große chemische Keule sein. Anderseits kann eine Nicht- oder Falschbestimmung des Parasiten Ihre Behandlungsbemühungen torpedieren oder völlig über das Ziel hinaus schießen lassen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt bei der Wahl beraten! Wenn Sie sich über Art der zu wählenden Mittel und die Durchführung der Quarantäne unsicher sind, helfen wir Ihnen im Forum gern weiter!

Über die Mittel zur Bestandshygiene

Zur Bestandshygiene gehören Mittel zur Bekämpfung von Endo- und Ektoparasiten sowie Pilzen am Tier selbst und in dessen Umgebung. In dieser Rubrik soll es vor allem um die Mittel der Umgebungsbehandlung gehen. Darüber hinaus werden hierzu Desinfektionsmittel und andere Hilfen gezählt.

Achten Sie bei den verschiedenen Mitteln auf die beschriebene Anwendung! Mittel, die nur zur Behandlung der Umgebung ausgewiesen sind, dürfen Sie niemals am Tier anwenden! Halten Sie die angegebenen Dosierungen möglichst genau ein. Unterdosierungen schmälern den gewünschten Effekt oder lassen ihn ganz ausbleiben. Überdosierungen sind eine unnötige Belastung des Organsystems des behandelten Tiers bzw. der Umgebung.
Durch die Angst, sich Parasiten einzuschleppen, wenden einige Halter mehr und stärkere Präparate zur Umgebungsbehandlung an, als nötig sind. Prüfen Sie gründlich, wie groß die chemische Keule sein muss. Mitunter tut es auch hocherhitztes Wasser aus dem Dampfstrahler.

Beachten Sie: Antiparasitika und einige Desinfektionsmittel sind Gifte! Im Übermaß angewandt bekämpfen Sie nicht nur die Schädlinge, sondern schaden auch Ihren Tieren!
Die meisten der in dieser Rubrik vorgestellten Präparate dienen vorwiegend der Behandlung im Akutfall. Sie eignen sich nicht oder kaum zur Prophylaxe. Achten Sie daher darauf, welche Mittel für die Prophylaxe empfohlen werden!

Zu den Mitteln der Umgebungsbehandlung zählen: