Vitamin K – Phyllochinone

In der Wissenschaft sind bis heute bis zu 100 Verbindungen bekannt, die die Wirksamkeit von Vitamin K besitzen.
Zu den wichtigsten zählt das Vitamin K1 (Phyllochinon), welches in den Chloroplasten ein Bestandteil des Photosyntheseapparates ist, sich aber auch in Früchten findet. Weiter bedeutsam ist das Vitamin K2 (Menachinon), welches von Bakterien (z. B. von einigen Stämmen von Escherichia coli oder Bakteroides fragilis) im Darm produziert wird.
Eine künstliche Version dieser Gruppe ist das Vitamin K3 (Menadion). Es greift lediglich regelnd in die Blutgerinnung ein, kann aber mit Organschäden erhebliche Nebenwirkungen haben. Für Lebensmittel ist es daher nicht mehr zugelassen – für Tierfutter indes schon.

Vitamin K in Salat - Phyllochinone
Grünes Blattgemüse ist reich ein Vitamin K

Aufgabe von Vitamin K

Vitamin K wirkt auf mehrere Gerinnungsfaktoren und gerinnungshemmende Faktoren und reguliert so die Blutgerinnung. Es kann die Gerinnung auch beschleunigen, sodass sie früher einsetzt. Weitere Aufgaben sind:

  • Knochenbildung
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Entspannung der Muskulatur
  • Regelung der Aktivität vieler Enzyme
  • Regelung von Leber- und Nierenfunktion
  • Förderung der Verdauung
  • Regelung der Aufnahme von Nährstoffen im Darm
  • Regelung des Zusammenspiels anderer Vitamine
  • Verhinderung von Karies
  • Neutralisation von Schimmelpilzgiften

Vorkommen

Vitamin-K-wirksame Substanzen finden sich vor allem im grünen Blattgemüse, werden aber auch von diversen Bakterien produziert.
Mäuse können das fettlösliche Vitamin K über ihre Darmflora selbst herstellen. Dafür nehmen sie den vitaminhaltigen Blinddarmkot und so auch Vitamin K auf.
Werden Mäuse mit Antibiotika behandelt, leidet – vor allem bei oraler Gabe – die Darmflora und damit die Synthese. Dann müssen die Nager mehr Vitamin K über die Nahrung aufnehmen.

Löslichkeit und Empfindlichkeit

Dieses Vitamin ist hitze- und sauerstoffstabil, aber lichtempfindlich.

Hypovitaminose

Ein Mangel an diesem Vitamin führt zu gestörter Blutgerinnung, Blutungen und birgt die Gefahr, dass Muttertiere bei der Geburt verbluten.
Keimfrei gehaltene Tiere und solche mit unzureichend ausgebildeter Darmflora versterben bei vitamin-k-freier Ernährung an Blutungen durch eine stark erhöhte Blutungsneigung.

 

Quellen
Wikipedia
Altromin
Vitamin-Lexikon
Degupedia
Ausbildungsunterlagen Ernährungsberater (Laudius Institut)
Ausschuss für Ernährung der Versuchstiere: “Besonderheiten der Nährstoffansprüche von Mäusen im Tierversuch”