Ernährung für Mäuse – Grundlagen

Die Ernährung von Mäusen ist doch eigentlich ganz einfach, oder? Viele haben schon mal auf die Zusammensetzung ihres Mäusefutters geschaut. Doch was ist eigentlich Rohasche? Wie werden die Daten auf der Packung ermittelt? Und welche Bedeutung haben sie für die Ernährung Ihrer Mäuse?

Die Nahrungsbestandteile

Diese Grundbestandteile müssen bei der richtigen Ernährung für Ihre Mäuse im richtigen Verhältnis stehen. Bisher nur wenig untersucht ist dagegen die Rolle der sekundären Pflanzenstoffe, die eine sehr Stoffgruppe mit sehr vielen verschiedenen Stoffen darstellen. Sie können beispielsweise als Antioxidantien, aber auch als Gifte wirken, andere Rollen im Stoffwechsel einnehmen oder (weitestgehend) neutral bleiben.

Futtermittelanalyse

Bei der sogenannten Weender-Analyse wird das Futter zur Analyse in seine Bestandteile (Rohasche, Rohfett, Rohprotein, Rohfaser und stickstofffreie Extraktstoffe) zerlegt.

Dazu wird das Futtermittel als erstes bei etwa 80 bis 100°C getrocknet, um einen vergleichbaren Ausgangszustand der Testfuttermittel zu erhalten, da die einzelnen Futtermittel unterschiedlich hohe Wasseranteile haben. Würde man zum Beispiel Gurken mit Roggen vergleichen, kämen sonst keine vergleichbaren Werte heraus. Die Angaben auf der Packung beziehen sich also immer auf die Trockensubstanz. Bei der Trocknung verdampfen auch flüchtige organische Verbindungen wie Ammoniak, Alkohole und Essigsäuren.

Die getrocknete Probe wird dann im sogenannten Muffelofen verbrannt. Damit sind alle organischen Bestandteile entfernt. Übrig bleibt die Rohasche. Sie enthält Mineralstoffe, Salze, Silikate, Oxide und andere anorganische Verbindungen.
Bei diesem Schritt wird über die Differenz von Rohasche zu Ausgangsprobe die Menge der organischen Substanz errechnet, die dann weiter analysiert wird.

Das Rohfett wird mithilfe eines Lösungsmittels und der Soxhlet-Apparatur aus der Probe gelöst. Rohfett heißt es, da es neben den eigentlichen Fetten auch Wachse, Harze und Farbstoffe enthält.

Proteine enthalten immer Stickstoff. Um den Anteil des Rohproteins zu erfassen, wird daher mit verschiedenen Methoden der Stickstoffgehalt der getrockneten Probe ermittelt. Da nicht nur Proteine, sondern auch andere Verbindungen wie Säureamide, Ammoniumverbindungen, Harnstoff, freie Aminosäuren und einige Glykoside Stickstoff enthalten, wird der ermittelte Wert als Rohprotein bezeichnet.

Um die sogenannte Rohfaser zu bestimmen, wird die Probe mit Säuren und Laugen behandelt. Nach Ende der Prozedur bleiben die für manche Tierarten unverdaulichen Gerüstsubstanzen der Pflanzen zurück. Dazu gehören vor allem die verschiedenen Cellulosefasern, Hemicellulose, Lignin, Cutin und Pentosane.

Übrig bleiben zur Ermittlung noch die stickstofffreien Extraktstoffe, die meist mit NfE auf der Verpackung bezeichnet sind. Sie werden ermittelt, indem man die Differenz aus den bestimmten Bestandteilen und der Ausgangsbasis der Trockensubstanz bildet. Da einige Stoffe in mehreren Analysen erfasst werden, ist diese Berechnung nie 100% korrekt. Unter den stickstofffreien Extraktstoffen werden vor allem die zu den Kohlehydraten gehörenden Polysaccharide wie Stärke, Glykogen, Pektin, Inulin und weitere, Saccharose sowie Fructose, Glucose und organische Säuren zusammengefasst.

Prinzip der Futtermittelanalyse im Schema
Prinzip der Futtermittelanalyse im Schema

Quelle:
Degupedia.de