Category Archives: Tierschutz

Alizin – Die wollen leben!

Albino-Farbmäuse

Kaum etwas erhitzt die Gemüter so intensiv wie der ewig tobende Streit um Alizin für potenziell tragende Mäuse. Über den Einsatz kann man debattieren, wenn es nur eine oder zwei Mäuse sind. Aktuell reden wir – je nach Quelle – von 3000 bis 5000 Tieren und nein, da ist keine Null zu viel. Das Gros davon trägt auch noch die besonders “beliebte” Färbung: weiß mit roten Augen. Von diesen 3000 bis 5000 Mäusen sind also so einige Weibchen dabei und ein ganzer Schwung auch schwanger. Während bei mir da im Hinterkopf innerhalb von Millisekunden begleitet von schrillen Sirenen eine schreiend rote Leuchtschrift mit “ALIZIN” aufglüht, scheint in dem Moment bei anderen eine lustig tuckernde Maschine anzurattern, die rosa Glitzer ausschmeißt. Anders kann ich mir nicht erklären, was da grad in A-Town abgeht.

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Seid dankbar, nicht neidisch!

Farbmaus Opi

Der Tierschutz ist heute auch bei Nagern und Co. ein weites Feld, in dem sich so viele Menschen tummeln, wie Schneeflocken an einem echten Wintertag. Wenn die alle täten, was sie vorgeben – nämlich Tiere zu schützen – wären wir einen guten Schritt weiter. Ziehen wir aber andere Motive als das eigentliche ab, schmilzt die Zahl zusammen wie Schnee in der Märzsonne. Ja, warum eigentlich?

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Du oller Tierquäler!

MitfahrgelegenheitWas Tierquälerei ist, da gehen die Meinungen bei Tierhaltern weit genug auseinander, dass in der Kluft locker der Mount Everest verschwinden würde. Dass viele Halter da menschliche Maßstäbe anlegen, macht die Sache weder einfacher noch besser. Im Gegenteil, in Foren und auf Social Media Plattformen werden die moralischen Waffen erhoben und aufeinander gerichtet. Nicht selten gehen in den Grabenkriegen dabei die unter, um die man sich in teils seitenlangen Statements bekriegt: die Mäuse. Ich neige dann dazu, mir eine Tüte Popcorn zu nehmen und heimlich mit mir selbst zu wetten, wer als erstes heult. Eine Sache bringt allerdings auch mich manchmal so auf die Palme, dass ich mein ja ohnehin recht loses Mundwerk einfach nicht halten kann: die ewige Diskussion über Fahrtstrecken.

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“Mach die tot …

Turkmenischer Maushamster

… die leidet doch nur.” Waaaahhhh, ich könnte platzen vor Wut, wenn ich sowas lese! Der liebe Gott hat uns nicht die Euthanasie geschenkt, damit wir es uns bequem machen. Und trotzdem fühlen sich in sozialen Medien rauf und runter die Leute dazu berufen, anderen Leuten zu erzählen, was es doch für eine Tierquälerei sei, das jeweils diskutierte Tier nicht sofort zu “erlösen”. Dabei wollen sie eigentlich nur sich und ihre Weltsicht graderücken. Die Maus fragt keiner. Warum eigentlich nicht?

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Die sind doch gut unter – Phänomen Großnotfall

Vielzitzenmaus“100 Mäuse im Müllsack gefunden!” “Wohnungsräumung – u.a. 120 Mäuse dabei!” “Überforderter Halter gibt 20 Vielzitzenäuse ab – 15 davon schwanger!” Großnotfälle sind immer ein Event. Die Einen fallen bei solchen Meldungen innerlich kurz in Ohnmacht, bevor sie in die Hände spucken. Die Anderen packen Klappstuhl und Popcorn aus. Und los geht’s. Im Falle von Mäusegroßnotfällen reden wir eben nicht von 10 oder 20, sondern oft von 100 oder 200 Tieren. Das klingt viel, das klingt dramatisch, da muss das Spotlight drauf. Und schon steht die Mausgemeinde Kopf.

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Schlangen fressen keine Möhren

schlangen

Wenn ich eines hasse, dann sind es blinde Idealisten. Das gilt für Veganer ohne Realitätsbezug genauso wie für Tierschützer mit Theorien, bei denen sich mir die Frage aufdrängt, welches Kraut die bitte geraucht haben. (Davon will ich auch was!) Versteht mich bitte nicht falsch. Ideale und Ziele sind wichtig und ich mag auch Veganer sehr gerne. Aber wo bitte ist der Sinn, wenn man beispielsweise das australische Fuchsproblem lösen möchte, indem man die dort ansässigen Füchse alle einsammeln und in die ökologische Nische des Beutelwolfes züchten möchte? Guckt nicht so, DIE These ist nicht von mir und wurde mir tatsächlich in einer Diskussion als ernstgemeinte Lösung vorgeschlagen.

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