Tüpfelgrasmaus

Tüpfelgrasmaus auf einem Birkenast

Überblick

Herkunft: Savannenregionen Afrikas von Sierra Leone bis Äthiopien, Angola und Malawi
Sozialverhalten: Kleingruppentier
Aktivitätszeit: tagaktiv
Minimale Gehegegröße: 130 x 50 x 60 cm für 3 – 4 Mäuse
Handling: bei zahmen Tieren sehr einfach (beißen nicht), scheue Tiere am besten mit Handlingbox einfangen
Ernährung: Kleinsaatenbetontes Trockenfutter, Insekten, viel Frischfutter mit Schwerpunkt auf Gemüse und sonstigem Grün
Größe und Gewicht: 13 – 16 cm + ca. 16 cm, 55 – 75 g
Geschlechtsreife: ab 8 Wochen
Tragzeit: ca. 21 Tage
Besonderheiten: Die Mäuse reagieren aggressiv auf Enge und sensibel auf Stress.

 

Systematik und BiologieAmpelmaus gelb

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Echte Mäuse (Murinae)
Gattung: Lemniscomys
Art: Tüpfelgrasmaus (Lemniscomys striatus)

11 Arten

Wildtier Tüpfelgrasmaus

Tüpfelgrasmäuse bewohnen die Savannenregionen Afrikas von Sierra Leone bis Äthiopien und im Süden bis Angola und Malawi.
Als Bodenbewohner verbergen sie sich zwischen Gräsern und im Unterholz, wo sie aus den Halmen der Gräser kugelförmige Nester bauen. Jedes Nest wird von einer Familiengruppe bewohnt.
Wilde Tüpfelgrasmäuse ernähren sich vorrangig von Sämereien, aber auch von grünem Pflanzenmaterial und gelegentlich von Insekten.

Anatomie und Erscheinung

Tüpfelgrasmaus im Gehege
Deutlich sichtbar: Die perlschnurartigen Streifen

Tüpfelgrasmäuse sehen Streifengrasmäusen auf den ersten Blick recht ähnlich, sind jedoch größer und kräftiger als diese. Sie erreichen eine Körperlänge von 13 bis 16 cm und eine Schwanzlänge von etwa 16 cm. Bei dieser Größe wiegen sie durchschnittlich 55 bis 75 g.
Während die Streifen von Streifengrasmäusen durchgehend sind, bestehen die von Tüpfelgrasmäusen aus einer perlschnurartigen Form. Auch ist die Grundfarbe des Fells bei Tüpfelgrasmäusen dunkler und die Ohren sind etwas größer und runder.
Wie Streifengrasmäuse sind ihre Füße eher auf das Laufen als auf das Klettern ausgelegt. Sie sind dementsprechend keine guten Kletterer.

Die Tüpfelgrasmaus als Haustier

Eignung

Tüpfelgrasmäuse sind optisch sehr attraktiv, jedoch stellen sie auch gewisse Ansprüche an ihren Halter. Das sollten Sie beim Betrachten der schönen Tiere immer bedenken.
Diese Grasmäuse werden selten zahm und sind somit reine Beobachtungstiere, die von ihrem Halter ein großes, gut strukturiertes Gehege fordern.
Tüpfelgrasmäuse scheinen etwas verträglicher zu sein als Streifengrasmäuse. Da ihre Vergesellschaftung jedoch auch schwierig werden kann, gehören Sie eher in bereits mauserfahrene Hände, die zudem mit dem recht zarten Nervenkostüm der Tiere umgehen können.
Für Kinder sind Tüpfelgrasmäuse keine geeigneten Haustiere!

Handhabung

Tüpfelgrasmäuse in der Handlingbox
Tüpfelgrasmäuse in der Handlingbox

Die Handhabung der Tiere hängt stark von dem Grad der Scheu ab, den sie zeigen. In keinem aller Fälle sollten Sie Tüpfelgrasmäuse am Schwanz nehmen. Sie sind noch größer und schwerer als Streifengrasmäuse. Entsprechend kann dieser Versuch noch eher als bei diesen im Verlust des Schwanzes resultieren.
Lassen sich die Tiere mit der Hand greifen, können Sie das problemlos tun, da Tüpfelgrasmäuse nicht beißen.
Lassen sie sich nicht anfassen und per Hand umsetzen, verwenden Sie am besten eine kleine Transportbox. In diese lassen Sie die Mäuse hineinlaufen und setzen sie im neuen Gehege ab. So ersparen Sie den sensiblen Tieren viel Stress. Kommen die Nager nicht von allein, können Sie sie damit auch einfangen.

Auch die Geschlechtsbestimmung kann mittels einer durchsichtigen Transportbox stattfinden.

Sollte eine tierärztliche Versorgung notwendig werden, müssen Sie abwägen, ob Sie die MausTier zum Arzt mitnehmen oder einen Hausbesuch bestellen. Letzteren halte ich bei sehr scheuen und ängstlichen Tieren für die bessere Lösung.
Weniger scheue Tiere können Sie aber auch in der Praxis vorstellen. Idealerweise sollten Sie dabei die ganze Gruppe einpacken, wenn Sie länger unterwegs sind. So vermeiden Sie Streitigkeiten.
Zahme Tiere können Sie auf die Hand setzen oder vorsichtig in selbige nehmen. Der Nackengriff ist bei Tüpfelgrasmäusen aufgrund des Stresspotentials eher eine Notlösung, da die Tiere ohnehin fast keine Beißneigung haben und in der Regel auch stillhalten. Achtung: Ist der Nackengriff zu fest, kann die Haut in diesem Areal reißen wie Pergament und zu großflächigen Wunden führen!
Scheuere Tiere wickeln Sie am besten in ein Handtuch und lassen nur die zu untersuchende Stelle exponiert. So regt sich das Tier am wenigsten auf.

Entflohene Tiere können Sie am besten mit einer Gitterfalle, Eimerfalle oder Transportbox einfangen.

Sozialstruktur und Verhalten

2 Tüpfelgrasmäuse in der Badewanne
Tüpfelgrasmäuse dürfen niemals allein gehalten werden

Tüpfelgrasmäuse sind tagaktive, gesellige Tiere. Wie bei Streifengrasmäusen gibt es auch bei ihnen zahmere und scheuere Exemplare. In der Regel ändert sich an ihrer Zutraulichkeit im Laufe der Zeit eher wenig. Scheue Tiere bleiben daher meist auch lebenslang scheu.

Die Gruppenhaltung ist bei ihnen unproblematischer als bei Streifengrasmäusen, da sie deutlich seltener zu Streitereien und folgenschweren Beißereien neigen. Bei Tüpfelgrasmäusen sind sowohl gemischte, als auch gleichgeschlechtliche Gruppen beider Geschlechter deutlich friedlicher als bei anderen Grasmäusen. Jedoch können in Zuchtgruppen blutige Auseinandersetzungen auftreten, wenn männliche Jungtiere nicht rechtzeitig aus der Gruppe entfernt werden.

Tüpfelgrasmäuse sind Bodenbewohner und zeigen daher kein gesteigertes Interesse am Klettern. Auch sitzen sie im Gegensatz zu Streifengrasmäusen eher selten auf Aussichtsplattform. Dicke Äste oder ähnliches als Etagenaufgang nutzen sie jedoch gern und problemlos.

Haltung

Tüpfelgrasmäuse sind wärmeliebend. Die Raumtemperatur sollte deshalb idealer Weise nachts nicht unter 20°C, am Tag eher um 25°C liegen. Daher nehmen sie gern einen Heizstrahler oder eine andere Wärmequelle an, wenn Sie diesen im Gehege anbieten.
Zwar verkraften die Tiere auch tiefere Temperaturen recht problemlos, jedoch sollten Sie, wenn Sie z.B. im Winter wenig heizen, während der Umstellungsphase und im Idealfall auch in der gesamten kühlen Phase einen Heizstein und/oder ein Wärmelicht anbieten. Andernfalls erkälten sich die Mäuse schnell. Auf keinen Fall sollte die Raumtemperatur unter 17°C sinken, da die Nager dann starke Anzeichen von Unwohlsein aufweisen.

Tüpfelgrasmaus
Tüpfelgrasmäuse sind oft neugierige Gesellen

Da Tüpfelgrasmäuse sensibel auf Enge reagieren, sind 130 x 50 x 60 cm die Mindestgröße der Behausung für 3 bis 4 Tiere. Höhe ist für die Bodenbewohner nicht so wichtig. Bietet ein Gehege mit mindestens 60cm Höhe dieselbe Grundfläche wie ein höheres mit Etagen, ist auch dieses gut für die Haltung geeignet. Für diese Mäuse eignen sich Terrarien von entsprechender Größe und Belüftung, Eigenbauten oder umgebaute Schränke, die fast nie angefressen werden, da Tüpfelgrasmäuse kaum nagen.

Dabei sollten Sie immer bedenken, dass Tüpfelgrasmäuse eher laufen und schlecht klettern. Sie können mit vielen Etagen, Verstecken, Schrägen und dicken Ästen mehr anfangen als mit dünnen Zweigen, Leitern oder gar Seilen.
Als Inventar können Sie daneben Häuschen aus allen natürlichen Materialien, Wurzeln und ähnliches anbieten. Ins Gitter gehängte Finkennester, Kokosnüsse oder Nistkästen verschmähen die Tiere dagegen oft.

Als Nistmaterial nutzen Tüpfelgrasmäuse ähnlich wie Streifenmäuse jedes faserige Material. Neben Heu, Stroh, Kapok oder Kokosfasern werden beispielsweise auch Jutesäcke und Hanfmatten zu sehr stabilen Nestern und Gängen verwoben.
Ein Sandbad ist überflüssig, da die Mäuse nicht baden und die Schüssel eher als Klo missbrauchen. Das kann mitunter wenig erfreulich riechen.

Als Einstreu eignen sich Rindenmulch, Leinstreu, Kleintierstreu, ungedüngte Erde oder andere natürliche Untergründe. Die Einstreu muss dabei nicht besonders hoch sein, da die Mäuse kaum graben.
Wenn Sie ein Naturgehege für die Tiere einrichten wollen, können Sie als Untergrund auch Erde oder ein Erde-Terrarienhumus-Gemisch verwenden. Hier müssen Sie aber immer darauf achten, dass es im Gehege nicht zu feucht wird oder es zu Staunässe kommt. Um letzteres zu vermeiden, können Sie etwas Tongranulat (z.B. Seramis) unter die Erde geben.

Verwenden Sie zum Füttern getrennte Schalen für Trocken- und Feuchtfutter. Aus hygienischen Gründen sollten Sie das Wasser in Flaschen anbieten.

Ernährung

Tüpfelgrasmaus in der Futterschüssel
Tüpfelgrasmäuse sind recht unkompliziert in der Ernährung

Als Trockenfutter für Tüpfelgrasmäuse empfiehlt sich eine Mischung, die zum überwiegenden Teil aus den verschiedensten Kleinsämereien besteht. Dafür eignet sich eine Mischung aus Wellensittich- und Exotenfutter mit einer Getreidemischung und anderen Saaten. Diese darf als Leckerei auch gern Kürbiskerne enthalten, da Tüpfelgrasmäuse kaum zu Verfettung neigen. Übertreiben sollten Sie es mit dem Fettgehalt des Futters jedoch nicht.

Als Ergänzung dazu freuen sich die Tiere immer über verschiedenstes Saftfutter. Der Schwerpunkt sollte dabei deutlich auf Gemüse und sonstigem Grün liegen. Obst bildet eine gute Ergänzung des Frischfutters, sollte jedoch nicht im Übermaß gefüttert werden.

Zudem benötigen sie essentiell tierisches Protein. Dieses können Sie in Form von Insekten wie Mehlwürmern, Zophobas oder mit gekochtem Ei anbieten. Mit etwas Gewöhnung fangen Tüpfelgrasmäuse auch lebende Grillen und Heimchen. Mit Schaben tun sich die meisten Exemplare dagegen eher schwer.
Ähnlich wie Streifenmäuse trinken sie verhältnismäßig viel. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserflasche(n) ist also enorm wichtig.

Fortpflanzung

Die Nachzucht von Tüpfelgrasmäusen ist etwas schwierig. Darin liegt wohl auch der Grund, dass die umgänglichen Tiere seltener sind als die streitbaren, leicht zu vermehrenden Streifengrasmäuse. Zudem deuten Erfahrungen einiger Halter an, dass sich in gemischten Gruppen mit mehreren Weibchen meist nur das ranghöchste fortpflanzt.

Nach der erfolgreichen Paarung trägt das Weibchen etwa 21 Tage lang 2 bis 6 Jungtiere aus, die nackt und blind geboren werden und etwa 1,7g wiegen. 30 Tage später, wenn sie von der Muttermilch entwöhnt werden, sind die kleinen Tüpfelgrasmäuse schon 15g schwer. Die Geschlechtsreife erreichen die sich eher langsam entwickelnden Tiere erst mit etwa 2 Monaten. Jedoch kann es von da an noch lange bis zum ersten Wurf dauern.
Achtung: Stören Sie die Tiere während der Aufzucht nicht! Sonst verlassen oder fressen sie häufig ihre Jungtiere.

Tüpfelgrasmäuse werden durchschnittlich 3 bis 4 Jahre alt, selten älter.

Krankheiten

Tüpfelgrasmäuse sind sehr gesunde Tiere, wenn Sie sie ihren Bedürfnissen entsprechend halten. Am häufigsten sind bei diesen Mäusen Erkältungen durch Zugluft oder zu niedrige Temperaturen sowie Verletzungen durch Auseinandersetzungen. Letztere können z.B. aus fehlender, herausgefetzter Haut bis zur Fläche einer Euromünze und größer bestehen. Aber auch Knochenbrüche können bei schweren Kämpfen oder Stürzen auftreten. Außerdem reagieren Tüpfelgrasmäuse stark auf Stress aller Art.
Davon abgesehen gibt es keine nennenswert häufigen Erkrankungen.
Sie sollten für veterinärmedizinische Notfälle immer eine Rücklage von ca. 100 Euro im Hause haben.

Vergesellschaftung

Tüpfelgrasmaus im Heu
Tüpfelgrasmaus: Für die Vergesellschaftung braucht es etwas Erfahrung

Für die Vergesellschaftung eignen sich am besten noch nicht geschlechtsreife Jungtiere. Der Versuch, erwachsene Tiere zu vergesellschaften, kann in Todesfällen enden und sollte nur von erfahrenen Haltern vorgenommen werden.
Auch wenn Tüpfelgrasmäuse verträglicher sind als Streifengrasmäuse, sollten Sie bei der Vergesellschaftung demselben Prozedere folgen, um eine stabile Gruppe zu erhalten.
Für Jungtiere hat sich die Etappenmethode bewährt. Fangen Sie dabei mit den Tieren in der Badewanne an, wo diese genügend Platz zum Ausweichen haben. Das verringert die Gefahr von Aggressionen und Verletzungen. Vertragen sich die Grasmäuse in der Wanne mehrere Stunden lang, können Sie sie in einen Hamsterknast mit mindestens 60 cm Seitenlänge umsetzten. Dort sollten sie 1 bis 3 Tage bleiben. Erst dann sollten Sie sie in das unmöblierte Endgehege setzen. Das Inventar können Sie dann täglich oder alle 2 bis 3 Tage – je nach Ruhe oder Unruhe in der Gruppe – nach und nach ins Gehege bringen.
Wichtig: Nehmen Sie immer die benutzte Streu der frisch entstehenden Gruppe in die nächste Stufe mit! Dies gilt auch, wenn Sie neue Tiere bekommen und diese in ihr Gehege setzen!

Bei erwachsenen Tieren können Sie ebenfalls die Etappenmethode anwenden. Hier hat sich eine Verbindung mit der Duftmethode oder der Trenngittermethode als vorteilhaft erwiesen. Auch sollten Sie die Etappenmethode in jeder Stufe verlängern, also etwa 12 bis 24 Stunden in der Wanne und dann erst in den Hamsterknast umsetzen, wo sie wiederum 3 bis 7 Tage bleiben, bevor sie in eine weitere Zwischenstufe oder das leere Endgehege ziehen.
Achtung bei Rennereien: Rennt ein Tier einem anderen beständig hinterher, ohne es zu beißen, kann das schon die Vorstufe zu handfesten, verletzungsträchtigen Konflikten sein! Haben Sie daher immer ein genaues Auge auf solche Exemplare.

Anschaffung

Tüpfelgrasmaus in der Wanne
Tüpfelgrasmäuse sind selten

Tüpfelgrasmäuse sind sehr selten und daher echte Eintagsfliegen im Tierschutz. Nachfragen schadet aber nichts. Finden Sie dort keine passenden Tiere, sollten Sie einen seriösen Züchter aufsuchen oder auf Messen nach den Tieren schauen. Aber Achtung, auf Messen gibt es auch viele schwarze Schafe unter Züchtern und Händlern. Nicht selten erhalten Sie hier kranke oder mit Parasiten behaftete Tiere.
Im Zooladen finden Sie die Tiere in der Regel gar nicht. Da Sie hier Gefahr laufen, kranke, mit Parasiten behaftete und/oder schwangere Tiere zu erstehen, sollten Sie von einem Kauf im Geschäft ohnehin Abstand nehmen.

Je nachdem für welche Gehegelösung und welches Inventar Sie sich entscheiden, sollten Sie für die Anschaffung von Gehege, Einstreu, Inventar, Futter und Transportbox mit Kosten zwischen 200 und 300 Euro rechnen.
Der monatliche Unterhalt beschränkt sich aber je nach Gruppengröße in etwa auf 20 bis 40 Euro.

Artengesellschaft

Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Tüpfelgrasmäuse sind für Artengesellschaften beschränkt geeignet. Bei der Vergesellschaftung mit Streifenmäusen hat sich gezeigt, dass die Arten nur mäßiges Interesse aneinander zeigen. Streifenmäuse verwickeln die ruhigeren Tüpfelgrasmäuse jedoch leider auch in ihre aggressiven Attacken und verletzen sie. Daher ist zum Schutz der ruhigeren Tiere von einer solchen Vergesellschaftung eher abzuraten.
Mit anderen Mausarten pflegen Tüpfelgrasmäuse nur wenig Interaktion. Dominante Arten oder Individuen unterdrücken die Tiere aber mitunter. Dann sollten Sie die Artengesellschaft auflösten. Insgesamt eignen sie sich ohnehin eher für eine Gesellschaft mit ruhigen Arten in einem sehr großen, naturnahen Gehege.
Schaffen Sie also niemals Tüpfelgrasmäuse für eine Artengesellschaft an, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten.
Sie sollten beide Arten, die Sie vergesellen möchten, schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie Artenkombinationen, unter denen einige Bedürfnisse der Mäuse leiden würden.
Eine Artengesellschaft mit Tüpfelgrasmäusen ist mit Nagern denkbar, die wie diese eher mäßig gut klettern und bei der Ernährung dieser Grasmäuse nicht verfetten. Besser kletternden Arten müssen Sie in jedem Fall genug Nischen bieten, in denen sie ihre Kletterfähigkeiten austoben und trainieren können, ohne dass für Tüpfelgrasmäuse Absturzgefahr besteht. Auch die Temperaturpräferenzen sollten ähnlich sein.
Das Gehege sollte eine Gesamtgrundfläche (Etagen eingerechnet) von mindestens 3 bis 3,5 qm haben. Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft absehen!

Weitere Informationen

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Quellen:
Rodent Info
Animal Ageing and Longlivety Database