So finden Sie den richtigen Züchter

Nicht jeder, der Tiere nachzüchtet und verkauft, tut das tiergerecht. Und auch nicht jeder kennt sich mit seinen Tieren wirklich gut aus. Schlechte Züchter sind für Sie als angehenden Tierhalter immer ein Risiko, da sie auch kranke Tiere und falsche Geschlechter abgeben können. Zudem lässt bei einem unseriösen Züchter häufig die Beratung zu wünschen übrig. Daher sollten Sie auf die nachfolgenden Punkte achten.

1. Gehege

Sehen Sie sich nach Möglichkeit die Haltung vor Ort an. Wenn das nicht möglich ist, fragen Sie nach Bildern, Gehegegrößen und Besatzdichten, vielleicht auch, ob ein Bekannter mal reinschauen kann. Erhalten Sie keine oder nur eine mangelhafte Auskunft, nehmen Sie Abstand von einem Kauf.
Wenn Sie sich vor Ort oder per Mail informieren, achten Sie auf folgende Punkte:

  • Sind die Gehege von ausreichender Größe (siehe Haltungsansprüche)?
  • Sind die Gehege sauber?
  • Entspricht die Fütterung den Ansprüchen der Tiere (siehe Ernährung)?
  • Sehen die Tiere gesund aus?

2. Beraten lassen

Bevor Sie von einem Züchter Mäuse kaufen, sollten Sie sich beraten lassen. Informieren Sie sich schon vor dem Beratungsgespräch auf Informationsseiten und in Foren über die Nager, die es werden sollen. So fallen grobe Fehler in der Beratung schneller auf. Sollte das der Fall sein, nehmen Sie vom Kauf Abstand.

Achten Sie darauf, dass der Züchter neben Informationen und Vorteilen auch über die Nachteile und Probleme bei der Haltung Auskunft gibt. Jede Art hat ihre Ecken und Kanten. Die sollten Sie kennen. Werden Sie daher misstrauisch, wenn der Züchter die Haltung als völlig problemlos und frei von Nachteilen darstellt.

Lassen Sie sich, so Sie vor Ort sind, die Tiere auch zeigen. Schauen Sie, wie der Züchter sie präsentiert. Wie geht er mit ihnen um? Haben Sie den Eindruck, er ist ruppig? Stört er nachtaktive Tiere am hellichten Mittag? Scheucht er die Tiere auf, damit Sie sie besser betrachten können? Dann verzichten Sie besser auf einen Kauf.
Geht er jedoch vorsichtig, behutsam und ruhig mit den Tieren um, bedauert er am Tag, streng nachtaktive Nager leider nicht zeigen zu können, so haben Sie wahrscheinlich den Richtigen gefunden.

3. Zeit lassen

Auf Börsen werden viele verschiedene und teils auch seltenere Exoten angeboten. Widerstehen Sie der Versuchung die Mäuse gleich zu kaufen. Knüpfen Sie lieber Kontakte, über die Sie die ersten beiden Punkte später in Ruhe überprüfen können. Die Seriosität lässt sich gerade für Laien bei einem Gespräch auf der Börse kaum feststellen. Wer als Züchter am Wohl seiner Tiere interessiert ist, ist gern bereit, Ihnen auch zu einem späteren Zeitpunkt Mäuse zu verkaufen.
Gleichzeitig gibt es Ihnen Zeit, noch einmal über den Kauf der Nager nachzudenken. Spontankäufe können für Halter und Tiere nämlich ein böses Erwachen geben.

4. Massenzüchter

Fragen Sie, was der Züchter noch an Arten anzubieten hat. Mehr als 4 oder 5 Arten können nur wenige Menschen gerecht werden. Wenn Sie vor Ort sind, schauen Sie auch die anderen Tiere an und fragen Sie, mit welchen noch gezüchtet wird. Nehmen Sie Abstand, wenn Ihnen auf Nachfrage noch sehr viele andere, sehr verschiedene Arten angeboten werden!